Kater Rolli vor einer Küstenlandschaft mit Kamera und Reisekarte
Streunies

Kater Rolli – Teil 2: Ein Freund auf vier Pfoten

Ein paar Tage später sind wir wieder in Portman unterwegs. Und natürlich schauen wir auch bei unseren Streunies vorbei. Man weiß ja nie, wer gerade an der Futterstelle wartet.

Und tatsächlich: Kaum sind wir angekommen, taucht Rolli auf.

Unser goldener Tigerkater hat offenbar ein gutes Gedächtnis. Oder er weiß einfach ganz genau, wo es etwas Leckeres gibt. Vielleicht ist es aber auch eine Mischung aus beidem.

Rolli kommt ganz selbstverständlich auf uns zu. Kein vorsichtiges Herantasten, kein langes Überlegen. Er begrüßt uns auf seine ganz eigene Art und lässt sich ausgiebig streicheln. Sobald man anfängt, ihn zu kraulen, wirft er sich auf den Boden und rollt sich genüsslich hin und her.

Daher passt sein Name eigentlich perfekt: Rolli.

Rolli hat seinen eigenen Kopf

Was bei Rolli sofort auffällt, ist sein außergewöhnlich freundliches Wesen. Obwohl er offensichtlich schon einiges erlebt hat, ist er Menschen gegenüber erstaunlich zutraulich.

Sein blindes Auge scheint ihn dabei kaum einzuschränken. Er bewegt sich sicher, spielt, erkundet seine Umgebung und weiß ziemlich genau, was er möchte.

Und wenn es Futter gibt, wird aus dem gemütlichen Kater plötzlich ein ausgesprochen aufmerksamer Herr.

Gemeinsam mit Sir Captain Henry wartet er gerne darauf, dass es etwas zu essen gibt. Die beiden können dabei schon einmal um die Wette schnurren und schmeicheln.

Die kleinen Begegnungen bleiben im Kopf

Es sind genau diese Momente, die unsere Aufenthalte in Portman so besonders machen.

Man fährt nicht einfach nur an einen anderen Ort. Man lernt Menschen, Landschaften und Tiere kennen. Manche Begegnungen dauern nur wenige Minuten. Andere bleiben lange im Gedächtnis.

Rolli gehört definitiv zu den Katzen, bei denen man sich schon beim Wegfahren fragt, wann man ihn wohl wiedersehen wird.

Wir können ihm kein Zuhause geben und ihn auch nicht ständig begleiten. Aber wir können dafür sorgen, dass an der Futterstelle Wasser vorhanden ist und die Tiere regelmäßig versorgt werden.

Gerade in den warmen Monaten ist frisches Wasser besonders wichtig. Wenn die Mittagshitze einsetzt, ziehen sich viele der Streunies in die Büsche zurück. Erst gegen Abend werden sie wieder aktiver.

Dann beginnt auch für Rolli wieder die Zeit, in der es interessant wird.

Ein goldener Tigerkater mit Charakter

Rolli ist inzwischen für uns mehr als nur „der neue Kater“, den wir eines Abends im Dunkeln entdeckt haben.

Er hat Charakter.

Er ist verspielt, verschmust, neugierig und gleichzeitig ein kleiner Freigeist. Sein blindes Auge macht ihn für uns nicht weniger besonders – ganz im Gegenteil.

Vielleicht sind es gerade solche Tiere, die einem zeigen, dass man nicht perfekt sein muss, um seinen Platz in der Welt zu finden.

Rolli hat seinen Platz gefunden.

Und wir freuen uns jedes Mal, wenn wir ihn wiedersehen.

Bis zum nächsten Besuch, Rolli.

Und natürlich hoffen wir, dass dann wieder genug Futter da ist – denn bei Rolli und Sir Captain Henry sollte man besser nicht zu spät kommen.

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